REISEN | Peloponnes PELOPONNES Kompakt Information Die Pauschalreise „Griechenland per E-Bike: Mythos Peloponnes“ lässt sich bei Reiseveranstalter Belvelo buchen. Preis ab 2.370 Euro. Leistungen: neun Tage, Doppelzimmer, acht Übernachtungen/ Frühstück, sechs Mittagessen, Miet-Elektrorad, Fahrradtasche, Begleitfahrzeug, Wasser, Transfer ab/bis Flughafen Athen. Pro Reisetermin spendet Belvelo ein Fahrrad an Schüler:innen im ländlichen Afrika. Mehr Infos: https://belvelo.de/reiseziele/griechenland/ Informationen zu Griechenland: www.visitgreece.gr Anreise z. B. per Bahn nach Bari: www.bahn.de, ab da Bus Nr. 50 zur Stazione Marittima, Fähre nach Patras: www.superfast.com. In Patras mit Bussen der KTEL nach Isthmos, ab da umsteigen nach Nafplion: www.ktelachaias.gr Literatur und Karten Hans-Peter Siebenhaar: Peloponnes, ISBN 978-3966853057, 26,90 Euro Road Editions: 5 Peloponnes. Topographische Karte, Maßstab 1:200.000, ISBN 978-9604489602, 9,95 Euro Jannis Ritsos: Gedichte, Edition Suhrkamp, ISBN 978-3518241264, 16 Euro Mikis Theodorakis, diverse CDs, z. B. „The very best of“ Kali oregsi! Wir lassen den Blick übers Land schweifen und se- hen: Berge und Olivenbäume bis zum Horizont. Etwa 350.000 Ton- nen Olivenöl werden pro Jahr in Griechenland produziert. Wir be- suchen den mindestens 2.500 Jahre alten Olivenbaum von Koutroufa und radeln weiter am Golf von Argolidis entlang. Unser Blick fällt auf das azurblaue Meer, Pinien, Araukarien und Feigen- bäume. Am Strand von Leonídion kehren wir in eine Taverne ein und 38 A D F C R A D W E LT lernen, dass „Kali oregsi“ guten Appetit bedeutet. Das Bergdorf hat Häuser aus Bruchstein. In den hohen Felswänden hinter dem Ort wird geklettert. Vor dem örtlichen Kafenion sitzen ältere Herren und unterhalten sich im Schatten der Gummibäume. Wir tun es ihnen gleich, trinken Mokka und versuchen uns im Kaffeesatzlesen. Jassou! Wir sausen etliche Höhenmeter bergab durch die beein- druckende, mit Macchia, Platanen und Zypressen eher karg be- wachsene arkadische Bergwelt bis an den Fokiano-Strand. Ein Sprung ins türkisblaue Wasser am weißen Kiesstrand muss sein – im Hintergrund sind die bewachsenen Hügel und die Berge zu se- hen. Was für eine Kulisse! Unsere Fahrt geht weiter nach Kyparissi, wo uns der Kellner in der örtlichen Taverne mit „Jassou!“ begrüßt. Kurz darauf biegen sich die Tische unter den zahlreichen Mezze (ähnlich wie Tapas), die wir uns teilen: Tzatziki, Salat mit Schafskäse, frittierte Aubergi- nenbällchen, Sardinen und, und, und. Wir stoßen an mit griechi- schem Wein oder Bier: „Jamas“! Siga! Mir persönlich gefallen die Ausblicke aufs Wasser, die klei- nen Buchten und die herrlichen Abfahrten am besten, bei denen ich mich einfach treiben lasse. „Siga, siga!“, ruft Liza dann oft, lang- sam! Geht es mal steil hinauf, freue ich mich, dass wir per Elektro- rad durch die peloponnesische Bergwelt reisen. Über Liménas Géraka radeln wir nach Monemvasia. Der Ort liegt auf einem Felsmassiv vor der Küste Lakoniens und ist eine Art le- bendiges Museum. Monemvasia bedeutet so viel wie „der einzige Zugang“ und tatsächlich galt der Ort lange als uneinnehmbar. Zur Burg in der Oberstadt geht es nur zu Fuß hinauf. Innerhalb der Fes- tungsmauern gibt es Gassen, Zisternen, byzantinische Kirchen und mit Blumen bewachsene Höfe. Liza erzählt uns, dass die Stadt einst byzantinisch war. Franken, katalanische Seeräuber und der Papst konnten die durch einen Damm mit dem Festland verbundene Insel direkt an der Hauptroute des Schiffsverkehrs von Italien nach Konstantinopel nicht lange halten. Schließlich verteidigte Venedig die Stadt gegen die Türken,